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CDU-Wahlkampf in Halle: Homosexuelle haben Persönlichkeitsstörun

(PRIDE1.de/ml) Eine Wahlkampfveranstaltung in Halle sorgt für Ärger. Hier hatte der CDU-Kandidat Christoph Bergner eine erhöhte Suizidrate bei homosexuellen Jugendlichen auf eine “massive Persönlichkeitsstörung” zurückgeführt, so ein Bericht von „halleforum.de“.

Volker Beck, erster Parlamentarischer Geschäftsführer von Bündnis90/Die Grünen, forderte eine umgehende Entschuldigung des CDU-Politikers. „Da lässt die Union die Maske fallen. Allem Toleranzgerede zum Trotz will sie Schwule und Lesben nicht nur rechtlich weiter als Bürger und Bürgerinnen zweiter Klasse behandeln. Offenbar hält man Homosexuelle darüber hinaus noch für gestörte Menschen.“

Konfrontiert mit der Forderung nach einer Ergänzung des Grundgesetzes um ein Verbot der Diskriminierung wegen der sexuellen Identität hatte Bergner geäußert: „Störungen in der Persönlichkeitsentwicklung“ könne man nicht mit einer Änderung des Grundgesetzes bekämpfen.
Diese Diffamierung wiegt umso schwerer, als sie vom Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesinnenministerium kommt. Das Bundesinnenministerium hat bislang jegliche Maßnahme zur Bekämpfung von Homosexuellenfeindlichkeit verweigert. Innenminister Schäuble und sein Staatssekretär Bergner haben in vier Jahren Amtszeit kein einziges Wort zur Bedrohung durch Homophobie und antihomosexueller Hasskriminalität verloren, so Volker Beck weiter.

von inli 18.09.09 16:31, 634 *gelesen