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DFB-Präsident: Weniger Homosexuelle im Profifußball als in der restlichen Gesellschaft

(PRIDE1.de/kt) Wenn es nach der persönlichen Einschätzung von DFB-Präsident Theo Zwanziger geht, gibt es im Profifußball deutlich weniger Homosexuelle als in der übrigen Gesellschaft. „Ich kenne die Statistiken, aber auf den Fußball sin sie nicht übertragbar“ so Zwanziger auf einem Forum zum Thema „sexuelle Identitäten im Fußball“ in der Sportschule Hennef.

Der Fußball müsse sich mit dem Thema auseinandersetzen, auch wenn der Sport „einen konservativen Kern“ habe. „Diesen Kern muss man zunächst ein Stück weit abschmelzen“ so Zwanziger weiter. Auch zeigte er Verständnis gegenüber den Äußerungen von Philipp Lahm. Der hatte am vergangenen Montag erneut seinen homosexuellen Spielerkollegen davon abgeraten sich zu outen: „Fußball ist wie früher Gladiatorenkampf. Ich glaube nicht, dass die Gesellschaft so weit ist, schwule Profi-Fußballspieler als etwas Selbstverständliches zu akzeptieren“ so Lahm.
Erst vor kurzem hatte sich der DFB-Präsident noch für ein öffentliches Outing von Nationalspielern ausgesprochen. Nach Gesprächen mit homosexuellen Spielern hat er seine Meinung aber geändert: „Der erste Homosexuelle, der sich im Profifußball outet, wird keinen leichten Weg zu gehen haben“ so Zwanziger gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger.

von inli 19.01.12 08:20, 857 *gelesen